A380-Flugzeugfonds – Lösung frühesten Mitte 2018 erwartet

A380

Die Rücklieferung des ersten Airbus A380 nach Auslaufen des zehnjährigen Erst-Leasingvertrags mit Singapore Airlines ist vor kurzem erfolgt. Das Flugzeug gehört zu den vier Flugzeugen des Typs A380, die über drei Privatanlegerfonds des Emissionshauses Dr. Peters finanziert wurden. Bei allen vier Flugzeugen hat Singapore Airlines die bestehenden Verlängerungsoptionen nicht gezogen.

Zwar konnte durch das temporäre Vermieten der Flugzeugtriebwerke an deren Hersteller Rolls Royce nach Rücklieferung durch Singapore Airline eine Zwischenlösung für die vier Fondsflugzeuge gefunden, eine langfristige Lösung aber noch nicht erreicht werden.

Christian Mailly, einer der Geschäftsführer der Dr. Peters Holding und dort zuständig für die Dr. Peters Aviation Investments, gibt in einem Interview mit dem Fachmagazin aeroTELEGRAPH einen Einblick in den aktuellen Stand der Verhandlungen.

Demnach spricht Dr. Peters, wie bereits marktseitig vermutet, unter anderem mit der Fluglinie Hi Fly. Auch die British-Airways-Mutter IAG sei potenzieller Partner, mit dem Gespräche geführt würden. Insgesamt würden laut Mailly aber noch mit einer ganzen Reihe anderer potenzieller Geschäftspartner Gespräche geführt.

Gute Chancen für den Airbus A380 sieht er dabei in Asien, wo schon heute Großraumflugzeuge auf kürzeren Strecken eingesetzt würden. Aber auch in den USA rechnet sich Mailly durchaus Chancen aus. Diesbezügliche Gespräche würden bisher sehr positiv verlaufen.

Den Vorteil gebrauchter A380 sieht Mailly dabei im Preis. Die von Dr. Peters angebotenen Preise für ein zehn Jahre altes Flugzeug würden sich im Vergleich zum Neukauf deutlich attraktiver darstellen. Gleichzeitig gäbe es seiner Meinung nach bei der Effizienz im Vergleich zur neuen Maschine kaum Nachteile.

Dabei betont Mailly, dass sie immer noch auf der Suche nach der besten Lösung für ihre Investoren seien. Gleiches äußerte auch Anselm Gehling, CEO der Dr. Peters Group, vor kurzem gegenüber dem Branchenmagazin FlightGlobal. Er rechnet deshalb frühestens Mitte 2018 mit einem Abschluss. Es würde ihm auch nichts ausmachen ein paar weitere Monate zu warten, um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen.

 

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