A380-Flugzeugfonds: Zwischenlösung gefunden

A380

Die Rücklieferung des ersten Airbus A380 nach Auslaufen des zehnjährigen Erst-Leasingvertrags mit Singapore Airlines steht in Kürze an – vier weitere werden bis Mitte 2018 folgen. Alle fünf Maschinen wurden durch Privatanlegerfonds finanziert – vier davon über drei Flugzeugfonds des Emissionshauses Dr. Peters. Kürzlich hatte ich im Sachwerte-Portal über die aktuellen Entwicklungen sowie mögliche Szenarien berichtet („A380 – Positives Ergebnis für Investoren erwartet“).

Demnach werden verschiedene Gespräche mit potenziellen neuen Leasingnehmern geführt und Dr. Peters ist zuversichtlich die Flugzeuge neu vermieten zu können, eine Anschlussvermietung konnte bislang aber noch nicht gefunden werden. Allerdings konnte von Dr. Peters zumindest eine Zwischenlösung für die vier Fondsflugzeuge gefunden werden.

Diese sieht vor, die Flugzeuge nach Rücklieferung durch Singapore Airlines bis zum Abschluss neuer Leasingverträge am Flughafen in Tarbes, Frankreich, zu parken und deren Triebwerke anschließend an deren Hersteller Rolls Royce zu vermieten.

Rolls Royce benötigt diese als Ersatztriebwerke für Flugzeuge, deren Triebwerke aufgrund Wartungsarbeiten abmontiert werden müssen. Die verhandelten Leasingverträge haben eine Laufzeit bis März 2019, Dr. Peters hat sich jedoch unter Wahrung bestimmter Fristen die Option einer früheren Rücklieferung einräumen lassen. Somit kann bei Abschluss einer Neuvermietung der Flugzeuge zeitlich flexibler agiert werden.

Zwar können durch die Einnahmen aus der Vermietung der Triebwerke nicht alle laufenden Kosten für das Parken der Flugzeuge sowie Zins und Tilgung für die langfristige Bankfinanzierung gedeckt werden, trotzdem sorgen die Leasingeinnahmen für etwas Entspannung auf der Liquiditätsseite.

Über die Leasingeinnahmen hinausgehende Kosten müssen aus der vorhandenen Liquidität beglichen werden, welche in den letzten Jahren in signifikanter Höhe aufgebaut wurde. Sicherheitshalber sollen bis auf weiteres trotzdem keine Ausschüttungen an die Anleger erfolgen.

Nichtsdestotrotz haben die Fondsanleger mit über 99% der abgegebenen Stimmen dem Konzept mit Rolls Royce zugestimmt. Nach Zustimmung der finanzierenden Banken soll nun dessen Umsetzung erfolgen.

Insgesamt sorgt das Konzept für etwas (zeitliche) Entspannung, das grundsätzliche Problem der Anschlussvermietung ist damit aber noch nicht gelöst. Hieran arbeitet Dr. Peters nach eigener Aussage mit Hochdruck und verweist auf mehrere Optionen zu denen derzeit Gespräche geführt werden.

 

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