A380 – Positives Ergebnis für Investoren erwartet

A380 - Singapore Airlines

Die Rücklieferung des ersten Airbus A380 nach Auslaufen des zehnjährigen Erst-Leasingvertrags im Oktober rückt immer näher – Zeit für eine Bestandsaufnahme.

Der Airbus ist eine von fünf Maschinen, deren Leasingverträge von Singapore Airlines nicht verlängert wurden. Alle fünf Maschinen wurden durch Privatanlegerfonds finanziert – vier davon über drei Flugzeugfonds des Emissionshauses Dr. Peters. Das Emissionshaus arbeitet deswegen seit einiger Zeit intensiv an einer Lösung für die Flugzeuge und sieht grundsätzlich drei mögliche Szenarien:

  1. Abschluss neuer Leasingverträge
  2. Verkauf der Flugzeuge
  3. Zerlegung der Maschinen und Verkauf der Einzelteile

Von den drei Optionen hat für Dr. Peters der Abschluss neuer, möglichst langfristiger Leasingverträge Priorität. So erklärte Anselm Gehling, CEO der Dr. Peters Group, in einem Interview gegenüber Bloomberg, Gespräche mit sechs potenziellen Betreibern über eine Neuvermietung zu führen.

Unter anderem erwäge eine Billigfluglinie aus Asien einen Umbau der Flugzeuge auf 700 Sitze. Weitere Interessenten meldeten sich Angabe gemäß aus Europa und den Vereinigten Staaten.

So wird bereits seit einiger Zeit über ein Interesse des British-Airways-Konzerns IAG im Markt gesprochen. Demzufolge würde überprüft, inwieweit sich gebrauchte A380 auf Linien der Tochtergesellschaften Aer Lingus oder Iberia rechnen.

Unabhängig davon verkündete zuletzt auch Paulo Mirpuri, CEO der Fluglinie Hi Fly, in einem Interview mit dem Nachrichtenportal aeroTELEGRAPH, zwei Airbus A380 ab Anfang 2018 für sechs Jahre plus Verlängerungsoption zu leasen. Ob es sich hierbei um Flugzeuge der Dr. Peters-Fonds handelt, wurde bisher jedoch nicht bestätigt.

Parallel zur Neuvermietung der Maschinen prüft Dr. Peters die Option eines Verkaufs von Flugzeugen. Auch die Zerlegung von Maschinen (so genanntes Part Out) und den Verkauf von Einzelteilen wird nicht ausgeschlossen. Hierbei wären vor allem durch einen Verkauf der Triebwerte, der Hilfstriebwerte sowie des Fahrwerks signifikante Erlöse erzielbar.

Insgesamt kommt den Flugzeugfonds sicherlich zugute, dass mit Singapore Airlines die so genannte Full Life Condition vertraglich vereinbart wurde und die Maschinen somit in einem vollständig gewarteten Zustand von der Airline zurückzuliefern sind.

Positive Ergebnisse für Anleger erwartet

Laut dem Performancebericht 2015 von Dr. Peters wurden an die Anleger der drei Flugzeugfonds bisher 58% ausgezahlt. Berücksichtigt man die für 2016 prognostizierten Auszahlungen sollten Anleger bis zu rund 65% erhalten haben.

Um aus Anlegersicht Break-Even zu erreichen, wären laut Gehling weitere Erlöse zwischen 55 Mio. US-Dollar bis 60 Mio. US-Dollar notwendig. Demgegenüber beziffert er diese im Falle eines Part Out auf bis zu 120 Mio. US-Dollar pro Flugzeug.

Vor diesem Hintergrund erwartet Dr. Peters in allen drei Szenarien ein positives Ergebnis für die Anleger – auch wenn die ursprünglich erwarteten Ergebnisse längst nicht erreicht werden.

Die positive Entwicklung des Euros gegenüber dem US-Dollar seit Platzierung der Flugzeugfonds sollte zudem noch etwas zur Verbesserung des Gesamtergebnisses aus Euro-Sicht beitragen können.

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