Interessante Aspekte zum US-Immobilienmarkt

Kapitol USA

Volker Arndt, Geschäftsführer der US Treuhand Verwaltungsgesellschaft für US-Immobilienfonds, spricht in seinem Gastbeitrag in der Euro am Sonntag meiner Meinung nach ein paar interessante Aspekte zum US-Immobilienmarkt an.

Neben dessen Größe weist er auf die ausgeprägten regionalen Unterschiede zwischen Nord und Süd, Ost und West sowie Stadt und Land hin. Dementsprechend handelt es sich seiner Meinung nach in den USA nicht um einen einzigen Markt, sondern um eine Vielzahl örtlicher Teilmärkte, die auch deutlich unterschiedliche Zyklen durchlaufen.

Volker Arndt leitet daraus zwei Handlungsempfehlungen ab:

  1. Vor einer Investition sollte man sich nicht nur über die USA und deren Immobilienmarkt im Allgemeinen, sondern auch über den jeweils lokalen Immobilienmarkt informieren.
  2. Investoren sollten die Möglichkeit, innerhalb eines einzigen Landes ihr Portfolio geografisch diversifizieren zu können, zur Stabilisierung ihrer Portfolios nutzen.

Dabei bleiben die „Big Six“, also die sechs Metropolen New York, Chicago, Los Angeles, San Francisco, Washington D.C. und Boston, nach Ansicht von Volker Arndt nach wie vor die zentralen Investitionsstandorte. Doch auch die sogenannten 18-Hour Cities werden für Anleger immer interessanter. Diese mittelgroßen, dynamischen Städte haben ähnliche Vorteile wie die deutschen B-Städte: Das Preisniveau ist nicht so hoch wie in den Big Six, die Lebenshaltungskosten sind niedriger und attraktive Job- und Freizeitangebote locken junge Menschen an.

Darüber hinaus sind die USA weiterhin von einem Anstieg der Bevölkerung gekennzeichnet. So soll die Einwohnerzahl von derzeit rund 320 Millionen bis zum Jahr 2050 um weitere rund 80 Millionen ansteigen.

Insgesamt hält Volker Arndt US-Immobilien-Investments, neben der steuerlichen Attraktivität („Doppelbesteuerungsabkommen“) auch wegen der Transparenz des US-Immobilienmarkts interessant. Dieser zählt zu den transparentesten der Welt und erreichte im Jahr 2016 im „Global Real Estate Transparency Index“ von Jones Lang LaSalle Rang 4. Grund für das gute Abschneiden seien vor allem die Vielfalt der Objekte auf dem Markt sowie die große Menge verfügbarer Daten. Hierdurch können sich Investoren in den USA schnell einen Überblick verschaffen.

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