Verjährung

Bei der Verjährung von Ansprüchen aufgrund Falschberatung / fehlerhafter Anlageberatung ist grundsätzlich zwischen zwei Zeiträumen zu unterscheiden (§§ 195, 199 BGB):

Einerseits besteht die so genannte kenntnisunabhängige Verjährungsfrist von 10 Jahren. Demnach verjähren Ansprüche spätestens zehn Jahre nach Erwerb einer Kapitalanlage / Beteiligung.

Andererseits kann die Verjährung auch schon früher eintreten. Wenn der Anleger von den die Falschberatung begründenden Umständen früher Kenntnis erlangt, gilt die so genannte 3-jährige Regelverjährung. Berechnet wird diese Frist ab dem Schluss des Jahres, in dem der Anleger von der Falschberatung Kenntnis erlangt hat oder ohne grobe Fahrlässigkeit Kenntnis erlangen musste.

Bei Prospekthaftungsansprüchen gilt ebenfalls die gesetzliche Regelverjährung (§§ 195ff BGB), so das ein Prospekthaftungsanspruch ebenfalls nach drei Jahren, spätestens jedoch nach zehn Jahren verjährt.

Die o.g. Ausführungen skizzieren lediglich grob den Sachverhalt der Verjährung. Sie haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Rechtsberatung dar.