Markt für geschlossene Publikums-AIF tritt auf der Stelle

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Gemäß einer Studie von Scope konnte sich das geplante Eigenkapitalvolumen in 2016 gegenüber dem Vorjahr nicht erhöhen. Die Anzahl der 2016 emittierten Fonds ist sogar rückläufig. Immobilien-AIF dominieren zu mehr als 70% das Emissionsgeschehen.

Scope sieht hierfür 3 Gründe:

  1. Ein wesentlicher Grund für die Stagnation im Bereich der Publikums-AIF ist die nach wie vor zurückhaltende Position zahlreicher Vertriebe gegenüber dem Produkt. Auf Anbieterseite hat dies eine weitere Fokussierung auf spezialisierte Produkte für institutionelle Investoren zur Folge.
  2. Ein weiterer Grund ist gerade die durch das große Interesse an alternativen Assets hervorgerufene Konkurrenz unter Investoren. Sie treibt die Preise und führt zu sinkenden Renditen für Sachwerte. Dies erschwert die Konzeption geschlossener Publikums-AIF mit attraktiver Renditeerwartung.
  3. Ein weiteres Hindernis: Da für Ein-Objekt-Fonds höhere regulatorische Anforderungen im Vertrieb gelten, bevorzugen zahlreiche Vertriebe, insbesondere Banken, risikogemischte Mehr-Objekt-Fonds. Die Konzeption von Fonds mit diversifizierten Portfolios ist jedoch vor allem im Hinblick auf die Knappheit geeigneter und attraktiver Assets anspruchsvoll.
Ausblick: Scope erwartet 2017 nur leichte Zunahme der Emissionsaktivitäten

Scope erwartet für das Jahr 2017 einen leichten Anstieg in Bezug auf die Anzahl der emittierten Fonds. Allerdings geht Scope von sinkenden durchschnittlichen Fondsvolumina aus. Das insgesamt zu erwartende emittierte Eigenkapitalvolumen wird den Annahmen der Scope-Analysten zufolge in diesem Jahr nicht ansteigen.

Der vollständige Bericht kann auf der Homepage von Scope abgerufen werden.

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