Scope: Mietpreisprognose und Standortratings für Europas Top-20-Büroimmobilienmärkte

Bueroimmobilien

Die Ratingagentur Scope hat für die 20 wichtigsten Büroimmobilienmärkte Mietpreisprognosen und Standortratings erstellt. Gemäß der Studie erwarten die Scope-Analysten in den kommenden fünf Jahren für Berlin mit durchschnittlich 4,4% p.a. die höchsten Mietpreiszuwächse. Es folgen Madrid (+3,6% p.a.), München (+3,0% p.a.), Dublin (+2,9% p.a.) und Barcelona (+2,9% p.a.). Vier der fünf Standorte mit dem höchsten prognostizierten Mietpreiswachstum befinden sich damit in Deutschland oder Spanien. Berlin und Madrid sind die einzigen Standorte unter den 20 wichtigsten europäischen Büroimmobilienmärkten, die aktuell ein A-Rating haben.

London nimmt hingegen mit einem erwarteten Wachstum von 0,7% p.a. den letzten Platz ein – und erhält das zweitniedrigste Standortrating (D). Die Verunsicherung über den Brexit und dessen Auswirkungen auf die Londoner Finanzbranche sind für Scope ein Grund für die niedrige Mietpreisprognose.

Der Frankfurter Büroimmobilienmarkt, der häufig als ein großer Gewinner des Brexit gehandelt wird, konnte sich gegenüber der Vorjahresprognose nicht verbessern. Die Scope-Analysten erwarten für die kommenden fünf Jahre ein Mietpreiswachstum in Höhe von 2,7% p.a. Damit erreicht die Mainmetropole den siebten Platz und die Bewertung B.

Folgende Tabelle zeigt die erwartete Mietpreisentwicklung pro Jahr in Prozent für die Jahre 2017 bis 2021 sowie die Standortratings 2016 und 2017. (Quelle: Score Investor Services, 30.06.2017)

Standort-Ratings Mietpreisentwicklung p.a.
Q2/2017 Q2/2016 Prognose 2017-2021
1 Berlin A B+ 4,4%
2 Madrid A A 3,6%
3 München B+ B 3,0%
4 Dublin B+ AA 2,9%
5 Barcelona B+ A 2,9%
6 Amsterdam B+ B 2,8%
7 Frankfurt B B 2,7%
8 Hamburg B C 2,5%
9 Stockholm B B 2,5%
10 Paris B C 2,4%
11 Mailand B C 2,4%
12 Düsseldorf C C 1,9%
13 Wien C C 1,9%
14 Budapest C C 1,8%
15 Helsinki C C 1,7%
16 Kopenhagen C C 1,6%
17 Brüssel C C 1,5%
18 Prag C C 1,4%
19 Warschau D D 1,3%
20 London D D 0,7%
Europäische Büroimmobilienmärkte in guter Verfassung

In Summe betrachtet sind die europäischen Büroimmobilienmärkte nach Auffassung von Scope in guter Verfassung. Sie profitieren von positiven wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa. Die Arbeitslosenquote sinkt seit 2014 in den meisten EU-Ländern. Im vergangenen Jahr fand in Europa der stärkste Beschäftigungsaufbau seit der Finanzkrise statt.

Die zunehmende Beschäftigung korrespondiert mit aktuellen Leerstandszahlen. So liegt diese in 16 der 20 Standorte unterhalb des 10-Jahres-Durchschnitts. Märkte wie Berlin oder München sind bereits an der Grenze zu „ungesunden“ Leerstandsniveaus.

Ausblick: Mietpreiswachstum verlangsamt sich

Die Nachfrage nach Büroflächen wird nach Ansicht von Scope aufgrund der positiven wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bis in das Jahr 2018 hinein hoch bleiben. Zwar nimmt auch die Bautätigkeit zu, spekulative Übertreibungen sind jedoch kaum zu beobachten. Ein signifikantes Überangebot an Flächen gibt es derzeit nur in Warschau. Insgesamt wird sich das Mietpreiswachstum nach Einschätzung von Scope im kommenden Jahr fortsetzen – allerdings mit abnehmendem Tempo.

Der vollständige Bericht ist hier abrufbar: Scope – Mietpreiswachstum und Standortrating

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